Bandgeschichte – 1. Die Gründung

Die Gründung ´93 – oder: „Die Legende – was wirklich geschah“ 

Wir haben es vielleicht schon mal erschöpfend erzählt – hier für alle, die es genau wissen wollen:

Anfang der 90er bildeten Kai und Lutz eine gemütliche (höchst chaotische) Wohngemeinschaft in der Maretstrasse und Musiker jeder Couleur waren gern zu gast. So auch Martin, der skeptisch das Treiben von Moonwave mit ansah – Lutz, Kai und Robby intonierten Lutz´s Lieblingslieder als „Moonwave“ – und bei Kai den Blues als Musik und Lebensgefühl aufnahm.

Moonwave

Man kannte sich also, hielt musikalisch aber noch Distanz. Bis zu „jenem“ Tag:

Es begab sich an einem sommerlichen Freitag anno 1993, dass Robby einen Moonwave-Auftritt bei den Rockern im Weserbergland absagen musste. Verzweiflung ob des Fehlens eines Drummers zwangen Kai & Lutz an´s Telefon – vielleicht hatte Martin ja noch einen in Petto.

Er hatte! Und zwar Klaus, mit dem er in den Achtzigern lustige und bierseelige Kleinauftritte erlebte, den Kontakt dann aber in den allgemeinen Lebenswirren verlor. Protokoll des Tages:

Kurz vor Feierabend wurde Martin angerufen und die Lage erläutert. Noch an diesem Abend sollte der Auftritt stattfinden.

Martin ruft also Klaus an – die Nummer galt zum Glück noch. Hier der Mitschnitt:

„Hallo Klaus hier ist Martin!“

„Welcher Martin?“ (wir hatten ja 5 Jahre keinen Kontakt [Anm. d. Red.])

„Pranzner – wir müssen spielen heute Abend!“

„Was?! Du bist ja verrückt! – – Hol´ mich ab!“

Ja der Klaus 🙂 immer ein Lächeln auf den Lippen und allzeit bereit.

Klaus

Was Klaus ja nicht wusste: es geht in´s Weserbergland! 4 Stunden Fahrt und es war ja schon 18:00 oder so. Letztlich kamen wir auf diesem Rockerfest an und uns wurden gleich frisch gezapfte Biere und weitere Annehmlichkeiten gereicht. Man half beim Aufbauen und ab Mitternacht wurde das Zelt mit einem Spontanprogramm beschallt – wir hatten als Band bis dahin ja noch nicht zusammengespielt.

Schön war auch „Dicke“ von Mooooaaaarius: ein Biker, dessen Rahmen bestimmt extra verstärkt war, tänzelte vor der Bühne rum, behielt aber zum Glück sein Rocker-Lächeln bei… Beobachtungen des Abends zufolge herrschte ein doch recht rauer Umgang unter den Kollegen, so dass Eskalationen im Rahmen des Möglichen zu sein schienen.

Es lief aber alles glatt – bis zu „jenem Moment“  [bitte sinister betonen!], an dem es sich rächte, dass Klaus morgens immer um 04:00 Uhr aufsteht und demzufolge sich die erste Tiefschlafphase unerbittlich ihren Weg bahnte.

Nicht, dass er jemals ganz aufhörte zu spielen – er wurde nur etwas leiser und legte sein müdes Haupt dann kuschelig auf der Snare ab. Da wir aber noch mitten im Lied waren, hielten wir es für angebracht, ihn sanft zu wecken woraufhin Klaus doch etwas energisch hochschreckte und Lutz´ Verstärker nach hinten von der Bühne schubste. Eine gelungene Einlage von der gern noch erzählt wird :-).

Das Publikum: begeistert! Sowieso vom ganzen Abend – man schloss uns in´s Herz und füllte uns reichlich ab. Was danach geschah wird immer im Nebel der Zeit verborgen bleiben – hier wird nicht mal mehr spekuliert.

Am Morgen danach sammelten wir unsere Anlage zusammen und machten uns auf den Rückweg. Klaus war dermaßen begeistert, dass seine Lobhudeleien praktisch nur aus dem künftigen Bandnamen bestanden. Irgendwas mit „geil“, „Party“ und „Virtuosen“. Passt!

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